Der Altar als magischer Arbeitsplatz

Ich hoffe, ihr hattet alle schöne Feiertage! Hier hat es eindeutig ein technisches Versagen gegeben. Eigentlich sollte der Artikel sich zu Vollmond selbst veröffentlichen. Hat er aber nicht. Dann mache ich es jetzt per Hand …

Nachdem ich schon darüber geschrieben habe, dass und wie der Altar ein Platz der inneren Einkehr werden kann, soll es heute darum gehen, welche Rolle der Altar in der magischen Arbeit inne hat.

Frage:
Was ist ein magischer Arbeitspaltz für dich?

Für mich ist der stärkste Unterschied zwischen Altären der, der sich auch in der Frage wiederfindet, was eine Hexe nun genau ist. Ist sie eine Zauberkundige oder steht sie in einem religiösen Amt? Was ist der Unterschied zwischen Priester*in und Hexe?

Frage:
Was ist für dich der Unterschied zwischen dem Weg der*s Priester*in und dem Hexenhandwerk? Und in welcher Kunst bewegst du dich mehr?

Ich habe einmal die Einteilung in verschiedene Kategorien für die Magie gelesen und finde sie sehr eingängig: danach gibt es Divination, Evokation, Invokation, Verzauberung und Illumination. Alles sind Magiearten, die eine Hexe zur Verfügung stehen.
Ich selber verstehe mich eher als Priesterin und der Hexenkult ist für mich vor allem ein spiritueller Weg. Das bedeutet, dass es in meinen Ritualen hauptsächlich um Illumination, Evokation und Invokation geht. Aber da ich eine Priesterin im Hexenkult bin, kann ich auch etwas mit Divination und Verzauberung anfangen und nutze sie auch ab und an. Doch das Hexenhandwerk spielt bei mir eine untergeordnete Rolle.

Wie der Altar ein Platz der inneren Einkehr und der persönlichen Praxis werden kann, habe ich ja bereits beschrieben. Aber tatsächlich ist der Altar natürlich auch ein Platz zum magischen Arbeiten. Das Handwerkszeug ist vorhanden: eine Athame oder ein Messer zum Ritzen der Kerzen, ein Mörser zum Anmischen von Räucherwerk, Papier und Stifte für Sigilien, ein ungestörter Platz zum Tarotkarten legen oder Runen werfen, und und und.

Frage:
Welche Magie hast du in den letzten sechs Monaten gewirkt?

Magie arbeitet viel mit Symbolen. Warum sonst haben wir Werkzeuge, wenn nicht um uns zu helfen unseren Willen und unsere Konzentration zu bündeln und den Zauber zu manifestieren? Auf dem Altar finden wir jede Menge Symbole, mit denen wir arbeiten können. Figuren und Bilder von Gottheiten, Elementesymbole, Kerzen, Schmuck, Steine, Federn, Muscheln, Blumen, Äste, etc.
Mein Besen steht neben dem Altar und ich verwende ihn quasi nie zum (symbolischen) Reinigen des heiligen Raums, aber ich habe ihn eigentlich immer dabei, wenn ich „reise“. Für mich ist er ein starker Fokus, der mir sehr hilft, mich auf meine Frage und meine Zielsetzung zu konzentrieren, wenn ich eine Trancereise mache.

Frage:
Welche Symbole verwendest du oft? Wie funktionieren sie für dich? Haben sie im Laufe der Zeit an Kraft gewonnen?

Und dein Altar ist auch ein sicherer Platz, um deinen Zauber wirken zu lassen: Hier kannst du in Ruhe deine magische Kerzen abbrennen lassen, deine Sigilien verbrennen, einen Krug mit Wasser zum Ansetzen von Edelsteinwasser im Mondlicht stehen lassen. Im Idealfall kommen nicht so viele andere Menschen an den Altar heran und lassen die Dinge dort, also auch den wirkenden Zauber, in Ruhe.
Eine gewisse Ungestörtheit ist bei Magie sicher immer hilfreich, wenn auch nicht notwendig. Denn natürlich kann man jegliche Form von Zauberei auch an anderen Orten machen …
Obwohl ich die Erfahrung gemacht habe, dass mein Altar eine Art magische Aura hat und mir alleine das Niederlassen vor ihm mir hilft mich zu erden und zu fokussieren.
Oft wird in Büchern der Tipp gegeben die magische Kerze über Nacht in der leicht gefüllten Badewanne abzubrennen oder ähnliches. Das ist natürlich sehr sicher und Sicherheit finde ich wirklich wichtig. Meine persönliche Lösung ist eine sehr breite, mit Sand gefüllte Räucherschale, in der ich meine Kerzen  auf dem Altar abbrennen lasse.

Frage:
Wo hast du in den letzten sechs Monaten deine Magie wirken lassen?

Übung:
Führe zweimal eine Divination mit der gleichen Fragestellung mit dem Werkzeug deiner Wahl aus. Einmal an deinem Altar und einmal an einem völlig mundänen Ort, wie dem Cafe um die Ecke oder dem Kinderspielplatz – vielleicht lieber, wenn niemand mehr dort ist.
Was ist für dich der Unterschied? Wie ändern sich deine Gefühle? Man bekommt ja so gut wie nie zweimal die gleiche Antwort; aber was denkst du, was an dem Unterschied der Antwort hat mit dem Ort zu tun?
Mach dir Notizen. Probiere es mit verschiedenen Verzauberungen aus, wenn du magst.

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Über Nymphenkuss

Naturspiritualität im neuen Jahrtausend
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