Elemente-Altäre

Da das Wort ‚Altar‘ oft in unseren Gedanken mit Kirche und Gott verbunden ist, liegt es nahe bei neuheidnischen Altären zuerst an Altäre für Gottheiten zu denken. Altäre können aber auch anderen Wesen gewidmet sein.

Frage:
Für wen oder was hast du schon einmal einen Altar oder eine Altarecke gestaltet?

Heute soll es bei Nymphenkuss um Altäre für die Elemente gehen, über die Ahnen und einen Ahnenaltar werden wir das nächste mal reden.

Frage:
Welche Symbole verwendest du für die unterschiedlichen Elemente? Für Luft? Für Feuer? Für Wasser? Für Erde? Für Mitte?

Übung:
Nimm dir ein bisschen Zeit und schreibe eine Liste mit den Antworten in dein Buch der Schatten oder einen Zettel. Denke an all die Dinge, die du für die fünf Elemente auf deinen Altar legen würdest. Was davon hast du? Was könntest du besorgen? Was könntest du basteln oder selbst herstellen?

Alles, was du selbst herstellst, hat durch deine Gedanken, deine Kreativität, deine investierte Zeit eine viel höhere Symbolkraft, als ein gekaufter Gegenstand. Sachen bekommen durch unsere Gedanken Bedeutung: Je mehr wir uns mit ihnen beschäftigen, desto mehr bedeuten sie uns. Auch Geschichten verleihen den Dingen Bedeutung: Geschenke, die wohlmöglich noch eine Vorgeschichte haben (ein Schmuckstück von Oma, die kleine Vase, in die deine Mutter die Blumen stellte, die du ihr als Kind gepflückt hast) sind bedeutungsvoller als etwas Gekauftes. Und je bedeutungsvoller etwas für uns ist, desto hoher ist sein Symbolwert und damit seine Kraft dich und deine Magie zu unterstützen.

Auf einen Wasseraltar würde ich folgendes legen und stellen: ein Schälchen Wasser, blaues oder grünes Altartuch, Muscheln, Seeigelgehäuse, Korallen (Ich habe noch welche von vor 30 Jahren; neu würde ich mir wegen der Gefährdung von Korallenriffen keine mehr besorgen.), Bilder von Seepferdchen, Delfinen, Lachsen, Robben, Weiheöl, mein Kelch, das alchemistische Symbol für Wasser, Tarotkarten der Kelche, Fläschchen mit Wasser aus verschiedenen Gewässern, Schwimmkerzen in einem Wassergefäß.
Bei diesen Sachen ist ihre Verbindung zum Element klar. Es können aber auch Dinge sein, deren Bezug nicht offensichtlich ist. Auf einen Feueraltar stelle ich beispielsweise immer ein kleines Fläschchen mit Olivinen, die ich an einem Starnd in Teneriffa selbst gesammelt habe. Der Edelstein ist grün und passt auf den ersten Blick vielleicht besser zur Erde, aber Olivine werden durch die Magmaströme in Vulkanen an die Oberfläche der Erde gebracht. Für mich daher ein Feuerstein.

Ein Altar ist immer hübsch, er macht gute Laune, er wirkt beeindruckend oder beruhigend und er bringt auch immer irgendwie seine eigene Magie mit. Doch als Reclaiming-Hexe will ich etwas bestimmtes erreichen mit meinem Handeln, mit meiner Magie. Ich habe eine Intention.
Eine solche Intention ist es auch immer gut zu haben, wenn du Altäre errichtest und damit Altarmagie wirkst. Fragen, die dich leiten können, sind: Was genau lade ich in mein Leben? Mit welchen Symbolen tue ich das? Wozu genau brauche ich Hilfe oder Beistand? Was genau wünsche ich mir? Was genau ist meine Absicht, wenn ich dies oder das tue?
Das bedeutet nicht, dass man nicht auch mal etwas machen kann ohne eine Ziel zu haben! Aber wenn ich Magie wirke, dann gibt mir die Intention die klare Richtung vor, in die ich die von meinem Ritual zu einem Speer geformten Energie werfe.

Frage:
Was erwartest du, wenn du einen bestimmten Elementealtar errichtest?

Und jetzt noch ein paar Ideen für Übungen. Noch einmal zur Erinnerung: Wenn dir etwas nicht passt oder sich falsch anfühlt, dann ändere es!

Übung:
Gestalte einen kleinen Altar für die Elemente! Vielleicht richtest du die entsprechenden Ecken nach den entsprechenden Himmelsrichtungen aus. Oder Legst Tücher als Altardecken unter, die in entsprechenden Farben sind. Spiele damit: Wie wirkt der Altar, wenn du je nur ein Symbol hast? Wie, wenn es ganz viele sind? Wie, wenn es nur Tarotkarten sind? Oder nur die Werkzeuge? Oder nur die Elemente an sich?

Übung:
Errichte einen kleinen Elementealtar, der über den Jahresverlauf in den Jahreszeiten jeweils dem entsprechenden Element gewidmet ist. Wie fühlt sich das an? Notiere dir deine Beobachtungen.
Oder versuche es mit einer gegenläufigen Widmung. Vielleicht brauchst du im Sommer nicht noch mehr Feuer, sondern mehr Erde? Notiere dir auch hier deine Beobachtungen.

Übung:
Mittsommer steht vor der Tür und der Sommer beginnt bald, noch ist Frühling und die Zeit der Luft. Wie kannst du auf deinem Altar diesen Übergang gestalten? Hast du Gegenstände, die du nach und nach austauschen kannst? Gestalte einen Altar oder eine Altarecke für die Luft und zelebriere jetzt in der Übergangszeit einen Wechsel von Luft zu Feuer!

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